Geht es um die Suche nach einer Betreuungsform für Dein Kind, stehst Du vielleicht vor der Frage, wo eigentlich der Unterschied zwischen KiTa und Kindergarten liegt. Neben dem Betreuungsalter spielt vor allem das pädagogische Konzept eine Rolle bei der Zuordnung der Begriffe.
Wo liegt der Unterschied zwischen KiTa und Kindergarten? Während im Kindergarten Kinder ab einem Alter von drei Jahren betreut und auf die Schule vorbereitet werden, ist in der KiTa die Betreuung bereits ab null Jahren möglich. Dazu kommen Variationen im Betreuungsumfang sowie dem Konzept. Bei einem Kindergarten liegt der Fokus primär auf der Vormittagsbetreuung, während diese in einer KiTa ganztags gewährleistet wird.
Wichtig ist zu berücksichtigen, dass das Betreuungsangebot, die Trägerschaft und die Kosten in den einzelnen Bundesländern in Deutschland verschieden gehandhabt werden, sowohl bei KiTas als auch bei Kindergärten. Das heißt, was in Berlin gilt, kann in Brandenburg ganz anders sein. Manchmal ist das etwas verwirrend, wenn Du Dich auf die Suche nach Informationen begibst.
Definitionen: KiTa vs. Kindergarten
Was ist eine KiTa und was ist ein Kindergarten? Wenn Du damit beginnst, Dich nach einem Betreuungsplatz für Dein Kind umzusehen, wirst Du mit diesen Bezeichnungen in Berührung kommen. Doch die Frage, ob ein Kindergarten oder eine Kindertagesstätte für Eure Bedürfnisse passend ist, hängt von mehreren Punkten ab:
- Wie alt ist Dein Kind?
- Welche Ansprüche hast Du an das Konzept in der Betreuung?
- Welchen Betreuungsbedarf hast Du?
Interessant: Es gibt verschiedene Definitionen zum Begriff „KiTa“. So wird die Bezeichnung im Bundesland Berlin beispielsweise als Oberbegriff für Krippe und Kindergarten genutzt, da beides als eine „Kindertagesstätte“ angesehen wird.
Pädagogischer Schwerpunkt und Bildungsansätze
Unterschiede in den Bildungs- und Erziehungsansätzen zeigen sich vor allem dadurch, dass im Kindergarten die Betreuung erst ab einem Alter von drei Jahren angeboten wird, in der KiTa und Krippe bereits ab acht Wochen möglich ist. Daher liegt der Fokus in der KiTa auf der Frühförderung auch sehr junger Kinder sowie der sozialen Integration. Das heißt, Dein Kind wird erst einmal langsam herangeführt an den Alltag in der KiTa und dem Zusammensein mit mehreren anderen Kindern.
Ab einem Alter von drei Jahren ist es für Dein Kind leichter zu verstehen, was der Kindergarten ist und welche Möglichkeiten zum gemeinsamen Spiel sich anbieten. Daher wird, im Vergleich zur KiTa, im Kindergarten besonders auf die soziale und emotionale Entwicklung geachtet. Die Vorbereitung auf die Schule ist ein weiterer Punkt. Allerdings werden sowohl die Bildungsansätze als auch die pädagogischen Schwerpunkte durch den Träger der jeweiligen Betreuungseinrichtung bestimmt.
Pädagogische Konzepte in KiTa und Kindergarten
Die genannten Punkte sind also nur ein allgemeiner Rahmen. Jede KiTa und jeder Kindergarten haben ein eigenes Konzept. Das zeigen Dir schon die verschiedenen pädagogischen Ansätze, die zu finden sind:
- Waldorfkindergarten
- Montessori-Konzept
- Waldkindergarten
- Situations-Ansatz
- Freinet-Pädagogik
- Spielzeugfrei
- Integrationskindergarten
- Bewegungskindergarten
„Hilf mir, es selbst zu tun“ ist zum Beispiel die Grundidee bei Montessori. Dein Kind ist immer dazu angehalten, alles selbst zu schaffen. Im Waldkindergarten ist dagegen die Basis die Idee, den gesamten Betreuungszeitraum im Freien zu verbringen. Bei beiden Varianten ist es übrigens eine gute Idee, die Sachen Deines Kindes mit unseren Namensaufklebern von Kleberli.de zu versehen. So weiß Dein Kind immer, welche Kleidungsstücke, Rucksack, Brotdose oder Gummistiefel ihm gehören.
Inwieweit spezielle Konzepte für Dich und Dein Kind passend sind und ob es die Angebote in Eurer Nähe gibt, findest Du meist durch einen KiTa-Kompass Deiner Stadt oder Gemeinde heraus.
Wichtig: Sowohl KiTas als auch Kindergärten können die genannten Konzepte anbieten und umsetzen.

Betreuungsalter und -umfang
Warum viele Eltern lieber KiTa und nicht Kindergarten wählen, liegt meist am Betreuungsalter und dem Umfang der Betreuung. Ein Kindergarten nimmt normalerweise Kinder ab einem Alter von drei Jahren bis sieben Jahren auf. Je nachdem, in welchem Bundesland Du lebst, wird die Betreuung nur am Vormittag oder auch bis zum frühen Nachmittag angeboten.
In KiTas beginnt das Betreuungsalter oft bereits bei null Jahren. Weil inzwischen viele KiTas auch eine Krippe haben, kann Dein Kind dort sogar ab einem Alter von acht Wochen einen Platz erhalten. Die Betreuung Deines Kindes ist sichergestellt, bis es in die Schule kommt. Dieses Konzept ist vorwiegend in Großstädten verbreitet. Eine Betreuung wird in der KiTa ganztags angeboten. Je nach Bundesland wird zwischen verschiedenen Stundenmodellen unterschieden, wie:
- bis drei Stunden
- drei bis fünf Stunden
- fünf bis sieben Stunden
- über neun Stunden
Die Stunden gelten während der Öffnungszeiten der Einrichtung. Wenn Du einzelne KiTas und Kindergärten vergleichst, merkst Du, dass diese variieren können. Einige Einrichtungen öffnen bereits um 6:00 Uhr und schließen um 18:00 Uhr, andere haben einen kürzeren Zeitraum für die Betreuung.
Innerhalb des Zeitraums, der Euch zugesprochen wird, muss Dein Kind wieder abgeholt werden. Auf der Basis des Betreuungsumfangs wird der Schlüssel für das pädagogische Team erstellt.
Kosten und Trägerschaft
Wie eine Betreuungseinrichtung geführt wird und wie die Finanzierung erfolgt, ist abhängig vom Träger. Unterschieden wird zwischen:
- Öffentliche Trägerschaft
- Freie Trägerschaft
Die öffentliche Trägerschaft erfolgt durch die Gemeinde oder die Stadt. Das trifft auf KiTa und Kindergarten gleichermaßen zu. Rund 33 Prozent der Einrichtungen unterliegen der öffentlichen Trägerschaft. Bei dieser Form gibt es keine Vorgaben in Bezug auf das pädagogische Konzept. Allerdings gelten, je nach Bundesland, Gemeinde oder Stadt, klare Vorgaben bei der Verwaltung sowie der Finanzierung.
Die Höhe der Kosten kann sich nach Eurem Einkommen richten. Häufig werden die Kosten aber auch direkt von der Gemeinde vorgegeben.
Interessant: In Mecklenburg-Vorpommern und Berlin fallen gar keine Kosten für die Betreuung an. In anderen Bundesländern sind KiTa oder Kindergarten ab einem Alter von drei Jahren beitragsfrei.
Die Besonderheiten der freien Trägerschaft
Die freien Träger sind das Pendant zur öffentlichen Trägerschaft. Derzeit betrifft dies etwa 66 Prozent der Betreuungseinrichtungen in ganz Deutschland. Freie Träger erhalten für die Finanzierung einen Zuschuss vom Staat. Allerdings wird die Finanzierung durch Spenden und Beiträge der Eltern ergänzt. Du findest verschiedene freie Träger, wie:
- Elterninitiativen
- Verein
- Kirche
- Unternehmen
- Wohlfahrtsverbände
Eine Besonderheit stellen die privaten Träger dar. Sie erhalten keinen Zuschuss vom Staat und werden komplett durch den Träger selbst finanziert. Dadurch fallen die Kosten für die Eltern oft höher aus. Allerdings findest Du hier auch häufig einen ganz speziellen Fokus, etwa auf Musik oder auf Bewegung.
Alternative Betreuungsformen: Mehr als nur KiTa und Kindergarten
Die Unterschiede zwischen Kindergarten und Kindertagesstätte liegen also im Konzept sowie im Umfang der Betreuung und im Alter der Kinder. Allein 2023 fehlten fast 400.000 Betreuungsplätze in Deutschland. Das heißt, vielleicht bekommst Du in der Nähe auch keinen Betreuungsplatz für Dein Kind.
Es ist also möglich, dass keine der beiden Varianten zu Deinem Kind passt oder kein Platz für Dein Kind frei ist. Eine der bekanntesten Alternativen in diesem Fall sind die Tagesmutter oder der Tagesvater. Anders als in KiTa oder Kindergarten wird hier in sehr kleinen Gruppen betreut. Wir haben uns die Vor- und Nachteile angesehen.
Tagesmutter als Alternative: Vor- und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
| Die Betreuung findet in kleinen Gruppen statt. Das ist ideal für sehr sensible oder lärmempfindliche Kinder. | Deutschlandweit gibt es keine einheitlichen Vorgaben für die Ausbildung zur Tagesmutter/zum Tagesvater. |
| Die Eignung wird durch Verantwortliche in den jeweiligen Bundesländern geprüft. So kann nicht jeder als Tagesmutter oder Tagesvater arbeiten. | Bei Krankheit oder Urlaub der Betreuungskraft kann es sein, dass es keinen Betreuungsersatz für Dein Kind gibt. |
| Durch den geringen Betreuungsschlüssel kann die Betreuungskraft individuell auf die Kinder eingehen. | Häufig wird die Betreuung nur für Kinder von 0 bis 3 Jahren angeboten. |
| Dein Kind wird in einem familiären Umfeld betreut. | Es kann sein, dass die Betreuungs- und Erziehungsstile konträr zu Deinen eigenen Vorstellungen gehen. |
| Häufig gibt es eine Altersmischung in der Gruppe, sodass Dein Kind mit anderen Kindern unterschiedlichen Alters in Berührung kommt. | Die Kosten für eine Tagesmutter können höher liegen als in KiTa oder Kindergarten. |
Weitere alternative Betreuungskonzepte
Eine Tagesmutter oder ein Tagesvater sind eine Option, wenn KiTa und Kindergarten nicht infrage kommen. Weitere Alternativen sind:
- Die gemeinschaftliche Kinderbetreuung: Bei dieser Form schließen sich mehrere Eltern zusammen und organisieren die Betreuung der Kinder gemeinsam. Gerade in einer Kleinstadt oder im dörflichen Bereich ist die gemeinschaftliche Kinderbetreuung eine beliebte Variante.
- Betreuung durch ein Au-pair oder Babysitter: Die Betreuung durch ein Au-pair oder einen Babysitter ist mit hohen Kosten verbunden, stellt aber sicher, dass Dein Kind gut betreut ist.
- Großeltern oder Leih-Großeltern: Besteht die Möglichkeit, kannst Du Dein Kind durch die Großeltern betreuen lassen. Gerade in größeren Städten gibt es zudem Vereine, die Leih-Großeltern vermitteln. Bei dieser Form profitieren sowohl Kinder als auch ältere Menschen.
- Co-Working mit Kinderbetreuung: Das Co-Working mit Kinderbetreuung basiert auf der Idee, dass sich mehrere Eltern einen Co-Working-Bereich teilen und hier mit ihren Kindern arbeiten. Die Kinder spielen gemeinsam und es gibt eine Zuteilung, welcher Erwachsene wann für die Aufsicht zuständig ist. Parallel können die anderen Eltern arbeiten.
Viele der alternativen Konzepte basieren darauf, dass Eltern selbst aktiv werden.

Entscheidungshilfe für Eltern
Unsere Übersicht zeigt, dass die Entscheidung zwischen Kindergarten, KiTa oder einer Alternative gar nicht so einfach ist. In unserem Beitrag „Wie Du den richtigen Kindergarten für Dein Kind findest“ gehen wir daher näher auf das Thema ein. In der folgenden Tabelle haben wir die wichtigsten Fakten zusammengefasst, die Deine Entscheidung möglicherweise erleichtern.
| Merkmal | KiTa | Kindergarten | Tagesmutter | Alternative Konzepte |
| Alter der Kinder | Von Geburt bis Schuleintritt | 3 Jahre bis Schuleintritt | Individuell, meist bis Schuleintritt | Variiert je nach Konzept |
| Betreuungszeiten | Oft ganztägig | Vormittags/halbtags, teilweise Ganztagsangebote | Flexibel, nach Absprache | Abhängig vom Konzept |
| Pädagogischer Fokus | Frühförderung, soziale Integration | Vorschulerziehung, soziale und emotionale Entwicklung | Individuell auf das Kind abgestimmt | Unterschiedlich, oft spezialisiert oder alternativ |
| Gruppengröße | Größer, unterschiedlich je nach Einrichtung | Mittelgroße Gruppen | Klein, bis zu 5 Kinder | Variiert stark |
| Kosten | Variiert je nach Trägerschaft und Bundesland | Variiert je nach Trägerschaft und Bundesland | Individuell vereinbart | Abhängig vom Konzept und Anbieter |
Schlussfolgerung
Du siehst, Unterschiede zwischen KiTa und Kindergarten beginnen beim Betreuungsalter und reichen über das Konzept bis zu den Kosten. Gleichzeitig hat jedes Bundesland eigene Vorgaben, die zusätzlich für Unterschiede sorgen. Bei Deiner Entscheidung ist es wichtig, die Bedürfnisse Deines Kindes im Auge zu behalten. Wir empfehlen, das Konzept der jeweiligen Betreuungseinrichtung in Ruhe anzusehen und einen Termin vor Ort in KiTa oder Kindergarten zu vereinbaren. In einem direkten Gespräch mit der Leitung sowie bei einem Besuch der Räumlichkeiten bekommst Du ein gutes Gefühl für das Angebot. Ebenso hilfreich ist unser Beitrag „Warum Dein Kind den Kindergarten lieben wird“, der auf die einzelnen Aspekte der Betreuung eingeht.
Hast Du eine Entscheidung getroffen und der Start im Kindergarten oder der KiTa steht kurz bevor, beginnt eine aufregende Zeit. Gespräche über die bevorstehenden Veränderungen helfen Deinem Kind dabei, Vorfreude zu entwickeln. Richtig schön ist es, wenn Du eine kleine Überraschung zum Kindergartenstart vorbereitest. Unsere Brotdosen von Kleberli.de sind ein tolles Geschenk für diesen besonderen Tag. Wir haben verschiedene Designs zur Gestaltung der Brotdose und natürlich ist auch eine Personalisierung möglich.
FAQs
Ist KiTa das gleiche wie der Kindergarten?
Rein in Hinblick auf die Definition wird bei KiTa und Kindergarten ein Unterschied beim Umfang der Betreuung sowie dem Alter der Kinder gemacht. Inzwischen wird der Begriff in einigen Bundesländern aber für gleiche Betreuungsformen verwendet.
Warum nennt man Kindergarten KiTa?
Die Abkürzung „KiTa“ steht für Kindertagesstätte und beschreibt einen Ort, an dem Kinder für eine gewisse Zeit betreut und gefördert werden. Das ist auch bei einem Kindergarten der Fall. Daher kommt die Bezeichnung.
Was versteht man unter einem Kindergarten?
Ein Kindergarten ist eine Betreuungseinrichtung für Kinder ab drei Jahren bis zum Eintritt in die Schule. Häufig ist eine Krippe integriert, sodass eine Betreuung auch ab Geburt gewährleistet werden kann.



